Anzeige
Hier klicken für vereinfachte Jagdzeiten-Tabelle mit Suchfunktion (auch für mobile Nutzer optimal)!
Jagdzeiten und Schonzeiten Jagd Wild Baden-Wuerttemberg
Anzeige

Anmerkungen zu Jagdzeiten und Schonzeiten

(1) Im Rotwildgebiet Odenwald ist die Bejagung von Schmaltieren und Schmalspießern vom 1. Juli bis zum 31. Januar erlaubt. (§ 8 Abs. 6 LJagdG DVO) Die Ausdehnung des Rotwildgebiets Odenwald ist im RotWGebBV BW definiert.
(2) Rabenkrähe und Elster sind weder im BJagdG noch im JagdG BW 1996 aufgeführt. Die Bejagung erfolgt auf Basis der RabAusnV BW (siehe unten). Die Jagd ist nur außerhalb der Brutzeit (15. März bis 15. Juli) und außerhalb von Naturschutzgebieten, Naturdenkmalen und befriedeten Bezirken in den angegebenen Jagdzeiten gestattet.
(3) Der Kormoran steht weder im BJagdG noch im JagdG BW 1996. Die Bejagung erfolgt auf Basis der KorVO. Unter anderem ist vorgeschrieben, dass die Bejagung während der Jagdzeiten maximal im Abstand von 200 Metern von Gewässern erfolgen darf. Zudem darf die Jagd nicht ausgeübt werden, wenn andere Maßnahmen dazu geeignet sind, den erforderlichen Schutz der Fischereiwirtschaft oder der heimischen Tierwelt zu erreichen. In der KorVO wird detailliert erklärt, wer wann und wo dazu berechtigt ist, Kormorane zu töten.

Wichtiger Hinweis: Die angegebenen Jagdzeiten und Schonzeiten können nur einen groben Überblick bieten, denn auch wenn eine Jagdzeit angegeben ist, kann die Jagd z.B. durch § 22 Abs. 4 BJagdG (Jagd auf Elterntiere während der Setz- und Brutzeit) eingeschränkt sein. Zudem sind immer lokale und temporäre Ausnahmeregelungen möglich, so dass Sie sich vor jeder Jagd genau informieren müssen, welche aktuellen Regeln gelten.

Jagdgesetze und Jagdverordnungen

BJagdG (Bundesjagdgesetz) vom 29. September 1976 (letzte Änderung vom 29. Mai 2013): www.gesetze-im-internet.de/BJagdG

JagdzeitV 1977 (Verordnung über die Jagdzeiten [im Bund]) vom 2. April 1977 (letzte Änderung vom 25. April 2002): www.gesetze-im-internet.de/JagdzeitV_1977

JagdG BW 1996 (Landesjagdgesetz) vom 1. Juni 1996 (letzte Änderung vom 10. November 2009): www.landesrecht-bw.de/JagdG_BW_1996

LJagdG DVO (Landesjagdverordnung) vom 5. September 1996 (letzte Änderung vom 13. September 2008): www.landesrecht-bw.de/LJagd_DVO

KorVO (Kormoranverordnung BW) vom 20. Juli 2010: www.landesrecht-bw.de/KorVO

RabAusnV BW (Verordnung der Landesregierung über Ausnahmen von den Schutzvorschriften für Rabenvögel) vom 15. Juli 1996 (letzte Änderung vom 25. Juli 2006): www.landesrecht-bw.de/RabAusnV

RotWGebBV BW (Rotwildgebiet-Verordnung) vom 28. März 1958: www.landesrecht-bw.de/RotWGebBV_BW

Infos zum Bundesland und zur Jagd in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg ist ein Bundesland, das für Jäger sehr vielfältige Möglichkeiten zu bieten hat. Der sehr aktive Landesjagdverband Baden-Württemberg kümmert sich nicht nur um die Ausbildung der Jägerschaft, sondern bietet auch zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen an, die für Jäger und Naturfreunde sehr interessant sind. Der Landesjagdverband ist in die Bezirke Stuttgart, Karlsruhe, Tübingen und Freiburg aufgeteilt. In den Kreisjägerschaften werden Kurse für Jungjäger abgehalten, die das Waidmannshandwerk erlernen möchten.

In Baden-Württemberg wurden im Jahr 1952 die Länder Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern in einem Bundesland zusammengefasst. Die regionalen Unterschiede sind bis heute erhalten geblieben, zumal in Baden-Württemberg Dialekte und regionale Besonderheiten auch heute noch gepflegt werden. Das Hochdeutsche ist zwar als Amtssprache anerkannt, aber in Baden-Württemberg sprechen die Menschen schwäbisch, badisch oder einen anderen Dialekt. Teilweise variieren die Mundarten von Dorf zu Dorf. Wissenschaftler haben z.B. herausgefunden, dass es für das Wort Kartoffel in Baden-Württemberg mindestens 11 verschiedene Bezeichnung im Dialekt gibt.

Jäger können in Baden-Württemberg viele verschiedene Wildarten jagen. Neben dem begehrten Rotwild gibt es unter anderem Rehwild, Damwild, Sikawild, Gamswild, Muffelwild, Steinwild und Schwarzwild. Elchwild steht zwar im Bundesjagdgesetz, ist aber in Baden-Württemberg allenfalls im Zoo zu finden. Theoretisch sind auch das Wisent, der Feldhase, der Schneehase, das Wildkaninchen, das Murmeltier, der Luchs, die Wildkatze, der Fuchs, der Dachs, der Fischotter, der Baummarder, der Steinmarder, der Iltis, der Hermelin, der Mauswiesel, der Seehund, Auerwild, Birkwild, Rackelwild, Haselwild, Rebhuhn, Fasan, Wachtel, das Alpenschneehuhn, das Wildtruthuhn, Wildtauben (Ringeltaube, Türkentaube), der Höckerschwan, Wildgänse (Blässgans, Graugans, Kanadagans, Ringelgans, Saatgans) und Wildenten (Stockente, Pfeifente, Krickente, Spießente, Bergente, Reiherente, Tafelente, Samtente, Trauerente), der Säger, der Haubentaucher, die Waldschnepfe, das Blässhuhn, Möwen (Lachmöwe, Sturmmöwe, Silbermöwe, Mantelmöwe, Heringsmöwe), die Großtrappe, der Graureiher, Falken, Greife und der Kolkrabe als Jagdziele geeignet.

In den Regeln zur Jagdzeiten werden zudem innerhalb der einzelnen Wildarten oftmals noch weitere Unterscheidungen innerhalb einer Tierart eingeführt. Beim Damwild, beim Rotwild und beim Sikawild gelten eigene Regeln für Kälber, Schmalspießer, Schmaltiere sowie Hirsche und Alttiere. Beim Rehwild gibt es Regeln für Kitze, Schmalrehe, Ricken und Böcke. Beim Schwarzwild gibt es die Gruppen: Frischlinge, Überläufer, Bachen und Keiler. Beim Wildtruthuhn gelten unterschiedliche Regeln bezüglich der Jagdzeiten für Wildtruthähne und Wildtruthennen. Einige Wildarten werden zur Bestandserhaltung allerdings ganzjährig geschont. Andere Wildarten stehen zwar im Gesetz, kommen aber in Baden-Württemberg nicht vor. Für den Jäger bleiben in Baden-Württemberg in jedem Fall genügend Möglichkeiten, um Haarwild, Federwild, Schalenwild, Hochwild und Niederwild innerhalb der angegeben Jagdzeiten zu bejagen.