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Jagd- und Schonzeiten in Deutschland

Baden-Württemberg

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Für mobile Nutzer: Ein Klick auf die Tabelle macht das Browsen deutlich einfacher!Baden-Wuerttemberg

 

Anmerkungen

(1) Im Rotwildgebiet Odenwald ist die Bejagung von Schmaltieren und Schmalspießern vom 1. Juli bis zum 31. Januar erlaubt. (§ 8 Abs. 6 LJagdG DVO)

(2) Nicht im BJagdG und im LJagdG. Bejagung erfolgt auf Basis der RabAusnV BW.

(3) Nicht im BJagdG und im LJagdG. Bejagung erfolgt auf Basis der Kormoranverordnung BW (2010).  Unter anderem ist vorgeschrieben, dass die Bejagung maximal im Abstand von 200 Metern von Gewässern erfolgen darf. In der Kormoranverordnung BW (2010) wird detailliert erklärt, wer wann und wo dazu berechtigt ist, Kormorane zu töten.

 

Maßgebliche Gesetze und Verordnungen*

BJagdG (Bundesjagdgesetz): www.gesetze-im-internet.de – BJagdG

JagdzeitV 1977 (Verordnung über die Jagdzeiten [im Bund]): www.gesetze-im-internet.de – JagdzeitV_1977

LJagdG (Landesjagdgesetz): www.landesrecht-bw.de – LJagdG

LJagdG DVO (Landesjagdverordnung): www.landesrecht-bw.de – LJVO

Kormoranverordnung BW (2010):  www.mlr.baden-wuerttemberg.de – Kormoranverordnung.pdf

RabAusnV BW (Verordnung der Landesregierung über Ausnahmen von den Schutzvorschriften für Rabenvögel): www.landesrecht-bw.de – RabAusnV

* Das Bundesjagdgesetz (BJagdG) bildet zusammen mit der Verordnung über die Jagzeiten (JagdzeitV 1977) den Rahmen für die Festlegung der Jagdzeiten. Jedes Bundesland kann aber im Landesjagdgesetz (LJagdG) weitere Tierarten aufnehmen sowie in der Landesjagdverordnung (LJVO) die Jagdzeiten abändern. Hinzu kommen Verordnungen (Kormoranverordnung etc.), die das Töten bestimmter Tierarten außerhalb der Jagdgesetze u.a. durch Jagdscheininhaber erlauben, um wirtschaftliche Interessen (z.B. Teichwirtschaft) oder den Naturschutz sicherzustellen.

 


 

Infos zum Bundesland und zur Jagd in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg ist ein Bundesland, das für Jäger sehr vielfältige Möglichkeiten zu bieten hat. Der sehr aktive Landesjagdverband Baden-Württemberg kümmert sich nicht nur um die Ausbildung der Jägerschaft, sondern bietet auch zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen an, die für Jäger und Naturfreunde sehr interessant sind. Der Landesjagdverband ist in die Bezirke Stuttgart, Karlsruhe, Tübingen und Freiburg aufgeteilt. In den Kreisjägerschaften werden Kurse für Jungjäger abgehalten, die das Waidmannshandwerk erlernen möchten.

In Baden-Württemberg wurden im Jahr 1952 die Länder Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern in einem Bundesland zusammengefasst. Die regionalen Unterschiede sind bis heute erhalten geblieben, zumal in Baden-Württemberg Dialekte und regionale Besonderheiten auch heute noch gepflegt werden. Das Hochdeutsche ist zwar als Amtssprache anerkannt, aber in Baden-Württemberg sprechen die Menschen schwäbisch, badisch oder einen anderen Dialekt. Teilweise variieren die Mundarten von Dorf zu Dorf. Wissenschaftler haben z.B. herausgefunden, dass es für das Wort Kartoffel in Baden-Württemberg mindestens 11 verschiedene Bezeichnung im Dialekt gibt.

Jäger können in Baden-Württemberg viele verschiedene Wildarten jagen. Neben dem begehrten Rotwild gibt es unter anderem Rehwild, Damwild, Sikawild, Gamswild, Muffelwild, Steinwild und Schwarzwild. Elchwild steht zwar im Bundesjagdgesetz, ist aber in Baden-Württemberg allenfalls im Zoo zu finden. Theoretisch sind auch das Wisent, der Feldhase, der Schneehase, das Wildkaninchen, das Murmeltier, der Luchs, die Wildkatze, der Fuchs, der Dachs, der Fischotter, der Baummarder, der Steinmarder, der Iltis, der Hermelin, der Mauswiesel, der Seehund, Auerwild, Birkwild, Rackelwild, Haselwild, Rebhuhn, Fasan, Wachtel, das Alpenschneehuhn, das Wildtruthuhn, Wildtauben (Ringeltaube, Türkentaube), der Höckerschwan, Wildgänse (Blässgans, Graugans, Kanadagans, Ringelgans, Saatgans) und Wildenten (Stockente, Pfeifente, Krickente, Spießente, Bergente, Reiherente, Tafelente, Samtente, Trauerente), der Säger, der Haubentaucher, die Waldschnepfe, das Blässhuhn, Möwen (Lachmöwe, Sturmmöwe, Silbermöwe, Mantelmöwe, Heringsmöwe), die Großtrappe, der Graureiher, Falken, Greife und der Kolkrabe als Jagdziele geeignet.

In den Regeln zur Jagdzeiten wird zudem innerhalb der einzelnen Wildarten oftmals noch eine weitere Unterscheidung eingeführt. Beim Damwild, beim Rotwild und beim Sikawild gelten eigene Regeln für Kälber, Schmalspießer, Schmaltiere sowie Hirsche und Alttiere. Beim Rehwild gibt es Regeln für Kitze, Schmalrehe, Ricken und Böcke. Beim Schwarzwild gibt es die Gruppen: Frischlinge, Überläufer, Bachen und Keiler. Beim Wildtruthuhn gelten unterschiedliche Regeln für Wildtruthähne und Wildtruthennen. Einige Wildarten werden zur Bestandserhaltung allerdings ganzjährig geschont. Andere Wildarten stehen zwar im Gesetz, kommen aber in Baden-Württemberg nicht vor. Für den Jäger bleiben in Baden-Württemberg in jedem Fall genügend Möglichkeiten, um Haarwild, Federwild, Schalenwild, Hochwild und Niederwild zu jagen.

 

 

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